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Altes Gefängnis Freising e.V.
Dr. Thomas Mücke
Pfarrweg 2
85354 Freising

Tel.: (+49) 0171-5431574
eMail: info(at)altesgefaengnisfreising.de

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Erster Brief an die Stadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats,

seit langem beobachte ich das Brachliegen des alten Gefängnisses in der Fischergasse mit Kummer.

Da auf Grund der bekanntermaßen angespannten Finanzsituation der Kommunen und des Freistaates in absehbarer Zeit die notwendigen Mittel für eine sinnvolle Nutzung durch die Stadt Freising wohl nicht aufgebracht werden können, (wofür ich größtes Verständnis habe), finde ich es angebracht, dass die notwendigen Sanierungen von den Bürgern selbst in Angriff genommen werden.

Ich möchte daher Ihnen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr verehrte Damen und Herren des Stadtrats folgendes Konzept vortragen:

1. Sinnvolle Nutzung des Gebäudes

Das 1. OG würde sich anbieten als Ausstellungsräume für sämtliche kulturelle Bereiche der Stadt und des Landkreises Freising, unter Einbindung von Weihenstephan und Domberg. Denkbar sind wechselnde Ausstellungen, die immer wieder von Neuem Besucher in die Räumlichkeiten führen würden. Die erhaltenen barocken Gefängniszellen bieten sich an für eine Präsentation des ehemaligen Strafvollzuges, gerne unter Mithilfe des historischen Vereins (Zweigmuseum zum Asamtrakt).

Um dieses Projekt auf finanzielle Beine zu stellen und auch um es mit Leben zu erfüllen, stelle ich mir in den für ein Museum ungeeigneten Räumen des EG eine Nutzung als Weinlokal vor. Dieses soll eine in Freising momentan bestehende Lücke füllen. Es soll weder eine Kneipe, Bar oder Restaurant sein, sondern vielmehr ein Treffpunkt für die Freisinger Bürgerschaft. Ich denke dabei an eine Südtiroler Weinstube bzw. an ein Heurigenlokal, Buschenschank. Da dieser "gutbürgerliche" Kundenkreis in Freising derzeit heimatlos ist, dürften sich keine Konkurrenzbeziehungen zu bestehenden Betrieben ergeben. Geplant ist die Ausgabe kalter Speisen, sowie der Ausschank von Wein und den Bieren der beiden örtlichen Brauereien.

2. Entkräftung der Gegenargumente

Es wird bewusst auf eine Ausweisung von Stellplätzen verzichtet um der Fischergasse unnötigen Parksuchverkehr und den Anwohnern nächtliches Autotürenschlagen zu ersparen. Die momentan vorhandenen Stellplätze können weiterhin für die Behördenfahrzeuge genutzt werden. Lediglich unmittelbar an der Ostfassade der Gebäude sind zwei Betriebsstellplätze notwendig.

Auf Grund der abgeschlossenen Gebäudeformation dürfte eine Lärmbelästigung der Umgebung weitgehend auszuschließen sein.

3. Realisierung der Planung

Die Stadt Freising verpachtet mir auf die Dauer von 10 Jahren zu einem jährlichen symbolischen Pachtpreis von 1 Euro das "alte Gefängnis". Es besteht keine Gewinnerzielungsabsicht meinerseits. Sämtliche Überschüsse werden für den Erhalt und Ausbau der Gebäude aufgewendet. Zusätzlich soll mit möglichst vielen Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern gearbeitet werden. Die Freisinger sollen das Vorhaben als das ihre betrachten.

Ich erwarte mir von Seiten der Stadt keine größere finanzielle Unterstützung, sehr wohl aber logistische Hilfe z.B. bei den Genehmigungsverfahren und Erschließungsmaßnahmen.

Die Stadt Freising ist und bleibt Eigentümer des Gebäudekomplexes! Sollte sich die Situation nach 10 Jahren für alle Teile zufriedenstellend darstellen, kann über eine Verlängerung des Pachtverhältnisses zu neuen Bedingungen verhandelt werden.

4. Vorteile für die Stadt Freising

Die Stadt Freising wird von den Kosten des Substanzerhalts entlastet. Zudem werden die Vorwürfe, die Stadt Freising lasse eine Immobilie ungenutzt brachliegen, entkräftet. Die dringend notwendige Aufwertung der Fischergasse wird unterstützt, die Belebung der Innnenstadt gefördert. Die Verbindung von Ausstellungsräumen und Gastgewerbe beinhaltet mehrere Synergieeffekte wie z.B. gemeinsame Toilettenanlage und Aufsicht/Kartenverkauf durch den Wirt.

Auf diese Art und Weise erhält die Stadt Freising kostenlos einen attraktiven Anziehungspunkt in der Innenstadt für Einheimische und Besucher.

Ich bin bereit, für dieses Ziel meine Organisationsarbeit ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen und würde mich freuen, Ihre Zustimmung zu meinen Vorstellungen zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Mücke